Wie schmeckt eigentlich Behinderung?


Erstellt am 7. Juni 2015 von Martin in der Kategorie Allgemein,
Tags: , ,
Keine Kommentare


 

Ich muss gestehen, ich habe mich noch niemals gefragt wie Behinderung eigentlich schmeckt. Es heißt zwar immer, es gibt keine blöden Fragen nur blöde Antworten, aber in diesem Fall darf dieses Sprichwort angezweifelt werden.

Als behinderter Menschen bekommt man oft Fragen gestellt auf die man selbst nie gekommen wäre.

(more…)


Warum ein Manderl, das auf Manderl steht, es so schwer hat.


Erstellt am 31. März 2015 von Martin in der Kategorie Allgemein,
Tags: , , ,
Keine Kommentare


Gay Flag

 

Manderln, die auf Weiberln stehen, hättes es besonders schwer, heißt es auf Marco Schreuders Blogpost. Ich möchte dieses Gedankenspiel mit Behinderten und Homosexuellen spielen.

 

Manderln, die auf Manderln stehen, haben es schwer.

 

Das stimmt natürlich, denn es ist sicher schon vielen Schwulen passiert,

 

  • dass man sich von einem verstorbenen Freund bei einem Begräbnis verabschieden will, und man entsetzt feststellen muss, dass man gar nicht daran teilnehmen kann. Die Gänge zwischen den Gräbern sind zu schmal für den Rolli, am Schotter kann man mit den Krücken nicht sicher gehen und überhaupt ist die Aufbewahrungshalle nicht zugänglich. Und die Anschliessende Feierlichkeit im nächstgelegenen Gasthaus ist zwar stufenlos erreichbar, aber das WC ist im 1. Stock ohne Lift.

 

  • dass man nicht einmal ins Cafe reinkommt, um sich einen Begrüßungskuss abzuholen.

 

  • dass man sein Leben lang davon träumt ein Haus zu kaufen, aber man als Schwuler per Gesetzt ja kein Vermögen ansparen kann und somit niemals ein Haus kaufen wird können.

 

  • das man in Gesetzen noch immer diskriminiert wird und die Regierungsparteien ständig den homosexuellen NGOs mitteilen, dass sie eh die gleichen Rechte haben wie alle anderen Menschen auch.

 

  • das in vielen Ländern dieser Erde Bildung für Schwule nicht mal im entferntesten denkbar ist. In vielen Ländern werden die Schwulen Kinder aber auch die Erwachsenen von den Familien versteckt, weil sie eine Schande darstellen.

 

  • das man überall – in den Medien, in den Schulen, im Freundeskreis, in der Familie – mitgeteilt bekommt, dass man ganz bestimmt bald ein nettes behindertes Mädchen finden wird, man sich aber nicht traut zu sagen, dass es gar kein behindertes Mädchen sein muss.

 

  • dass man sich dann doch traut in die Schule zu gehen, man aber gemobbt, gehänselt und schikaniert wird, weil man ein „Scheiß Krüppel“ ist.

 

  • dass man nur dann die elterliche Wohnung verlässt, wenn diese gestorben sind und man dann direkt in ein Altenheim ziehen muss. Mit Mitte 30.

 

  • dass man niemals ein Taxi bekommt, weil die barrierefreien Taxis zu unbequem zu fahren sind und deshalb kein Taxler sie mag.

 

  • dass du in deiner Firma nicht und nicht aufsteigst und der Grund recht klar ist: Die Firma gehört dir. Du bist Einzelunternehmer. Es bringt zwar nicht viel Geld damit zu verdienen, aber es ist die einzige Form eine anspruchsvolle Arbeit zu bekommen, da die Wirtschaft sich einen feuchten um Schwule schert.

 

  • usw.

 

Ja, diese Manderln, die auf Manderln stehen, haben es echt schwer.


mabacher – Don Quijote des 21. Jahrhunderts im Kampf gegen die Ausgrenzung


Erstellt am 27. Januar 2015 von Martin in der Kategorie Accessibility, Social Media,
Tags: ,
4 Kommentare


Kampf gegen Ungleichbehandlung

Grafik © mabacher

 

Ich bin echt verzweifelt und ich weiß nicht, was ich noch alles tun soll um die allseits propagierte Gleichbehandlung auch erleben zu dürfen!?!?! Eine ehemalige Studienkollegin und gute Bekannte von mir hat im Rahmen ihrer Tätigkeit als Produzentin im Film & Fernsehbereich nun auch Youtube für sich entdeckt. Sie ist sehr gut in ihrem Job und wenn sie etwas neues beginnt, dann hängt sie sich sofort voll rein! So auch im Falle von Youtube.

 

Sektor5

Nach den ersten Gehversuchen mit einem Youtube-Kanal folgt nun eine sehr interessante Vortragsreihe namens Digital Creator. Im Vorfeld dieser Veranstaltungsreihe haben wir uns getroffen und darüber unterhalten! Ich habe mich bereits darauf gefreut meine jahrelange Erfahrung als Youtuber einbringen zu können. Digital Creator wurde völlig in Eigenregie und ohne Budget von ihr initiiert. Ohne Budget bedeutet weniger Auswahl beim Veranstaltungsort. Der Sektor5 bietet einerseits eine coole Location und ist andererseits auch noch gratis. Großartig und von Seiten des Sektor5 her auch genial. Die junge kreative Szene braucht solche Plätze!

Ich habe mich damit abgefunden, dass die Startup-Szene (die sehr stark im nicht barrierefreien Sektor5 vertreten ist) ohne mich gedeihen muss. ABER BEI YOUTUBE kann und WILL ich das nicht akzeptieren!! Die Österreichische YT-Szene ist gerade erst am Entstehen und genau jetzt ist der Zeitpunkt sie zu formen und ihre Werte zu bestimmen. Mit der Veranstaltungsreihe Digital Creator wird der Community ein guter und wichtiger Impuls verpasst! Genau das braucht es JETZT!

 

 

YouTube Österreich

Bisher war YT & Co für mich einfach nur großartig und genial. Ich konnte mich ganz normal daran beteiligen und hatte die gleichen Chancen gehört, gesehen und gelesen zu werden wie jeder andere auch! Um ein erfolgreicher Youtuber zu sein braucht man Kooperationen mit anderen Youtubern. Bestes Beispiel dafür sind wohl Michael Buchinger (44.000 Abonnenten) und Anna Laura Kummer (85.000 Abonnenten), beide aus Österreich. Sie kennen sich, treten in den Videos des jeweils anderen auf und pushen sich so gegenseitig.

 

Digital Creator

Die Digital Creator Veranstaltungsreihe ist so ein Ort/Raum bei dem Kooperationen wie diese entstehen können. Ausserdem wird auf Wissensvermittlung wertgelegt.
Ich bin nun enttäuscht und völlig verzweifelt, weil ich auch hier wieder ausgegrenzt werde! Die Organisatorin von Digital Creator und ich, wir kennen uns noch aus dem Studium und ich glaube wir haben ein gutes freundschaftliches Verhältnis. Ich verstehe die wirtschaftlichen Bedingungen, die dazu führten, dass der Sektor5 zum Veranstaltungsort wurde.
Die Frage die ich nun habe, richtet sich nicht nur an meine ehemalige Studienkollegin, sie dient nur als Stellvertreterin für ein Phänomen dem ich ratlos entgegentrete!

 

Ausgrenzung

ICH VERSUCHE DIE MENSCHEN IN MEINEM PERSÖNLICHEN UMFELD DABEI ZU UNTERSTÜTZEN, DASS BARRIEREFREIHEIT MITGEDACHT WERDEN MUSS.

 

WAS SOLL/KANN ICH ALS BEHINDERTER MENSCH MEHR TUN UM DIE GLEICHEN CHANCEN ZU BEKOMMEN?

 

WIE WEIT MUSS DER BEHINDERTE MENSCH WIRTSCHAFTLICHE GEGEBENHEITEN HINNEHMEN UND DEN KÜRZEREN ZIEHEN?

 

Wenn ich es schon nicht schaffe mein persönliches, mir wohlgesinntes Umfeld zu einem Commitment zu bewegen, wie soll man dann eine ganze Gesellschaft verändern?

 


Offener (Liebes-)Brief an die Stadt Wien


Erstellt am 24. August 2014 von Martin in der Kategorie Accessibility,
Tags: , ,
2 Kommentare


Screenshot erstellt von ©mabacher.com

Screenshot erstellt von ©mabacher.com

 

Mein geliebtes Wien!

 

Es ist mein voller ernst. Wien, ich liebe dich! Daher fällt es mir umso schwerer zu verstehen, wie du mir das nur antun konntest?

(more…)


mabacherTV verdoppelt Abonnenten in 9 Monaten auf 400!


Erstellt am 31. Juli 2014 von Martin in der Kategorie Social Media,
Tags: , ,
Keine Kommentare


Alles begann mit frontwheel4all

 

Ich kann es selbst kaum glauben, aber ich bin bereits seit 8 Jahren auf Youtube! Angefangen hat alles mit frontwheel4all. Der Name war damals schon bewußt gewählt. Die „frontwheels“ sollten das „Nach Vorne“, das Positive und Optimistische unterstreichen. „4all“ war (und wie ich findem ist!) ein geniales Wortspiel. Einerseits bezieht es sich auf die Räder, welche für mich die Welt bedeuten und auf den Allradantrieb, mit dem man überall hinkommt! Andererseits steht es für „FÜR ALLE“.

Der Grund warum ich mit Youtube anfing hat sich in all den Jahren nie geändert! Ich möchte so vielen Menschen wie möglich ein anderes Bild von Behinderung vermitteln als es die Medien derzeit tun! frontwheel4all war meine Spielwiese, mein Youtube-Kindergarten.

 

(more…)