Die Kluft zwischen realer und virtueller Perzeption


Erstellt am 18. Mai 2012 von mabacher in der Kategorie re:publica, Social Media,
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re:publica12
Anfang Mai 2012 war ich zum zweiten Mal in meinem Leben in Berlin. Grund dafür war die re:publica12. Meine Erwartungen an die drei Tage waren sehr realistisch. Es gibt viel zu viel Programm, ein Teil davon wird mich nicht interessieren und man wird zu viele Menschen treffen mit denen man sich gerne unterhalten und re:fillen möchte. Und genau so ist es gekommen!

 

 

Perzeption

Aus meinem eigenen Online-Leben weiß ich, dass Online-Bekanntschaften schnell ein hohes Maß an Vertrauen, Respekt, Achtung und Freundschaft erreichen können. Anders gesagt, man lernt sich schnell gut kennen. Daher kam folgende Erkenntnis äußerst überraschend für mich:

Blogger, Journalisten, PR-Gurus und Geeks haben im Web (dank URLs, Avataren & Logos) kein Problem damit ihr Gegenüber korrekt zu identifizieren, in der Realität fällt es ihnen aber genauso schwer wie jedem anderen Nicht-Web-Menschen auch! Es herrscht eine dramatische Kluft zwischen realer und virtueller Perzeption.

 

Perzeptionen sind primär unbewusste Prozesse individueller Informations- und Wahrnehmungsverarbeitung, die im Bewusstsein des Informationsempfängers so genannte Vorstellungsbilder (images) von wahrgenommenen Teilaspekten der Wirklichkeit entstehen lassen. (Wikipedia)

 

Images die Teilaspekte der Wirklichkeit wiedergeben. Wie zum Beispiel: Rollstuhl. Klein. Männlich.

Mischt man diese Teilaspekte der Wirklichkeit noch mit einer einschlägigen Umgeben (re:publica-Gelände) hat man die perfekten Zutaten für eine Verwechslungskomödie 2.0.

 

 

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Glasknochen

Bei der Recherche zu diesem Blogpost stieß ich auf folgende Zahlen:

 

Österreich: 400

 

Deutschland: 4000-6000

 

Es gibt also in Österreich ca. 400 Menschen mit Glasknochen. Natürlich muss man hier anmerken, dass nicht jeder Mensch (egal ob in Österreich oder anders wo auf der Welt) mit Glasknochen gleich aussieht bzw. das selbe “Krankheitsbild”* aufweist. Manche der ca. 400 können gehen und sind normal groß.

 

 

Zwei aus Viertausend

Bei mittlerweile 8,4 Millionen Einwohnern (Österreich), von denen 400 Glasknochen haben, wurde ich noch nie so oft Verwechselt wie bei der re:publica 12 mit 4.000 Teilnehmer, von denen 2! in einem Elektrorollstuhl saßen.

Der Vollständigkeit wegen möchte ich noch anmerken, dass es noch drei Besucher in Handrollstühlen gab. Soweit mir bekannt ist, wurde keiner von ihnen mit Raul oder MIR verwechselt! Was schon mal für eine differenzierte Perzeption spricht. ;-)

 

 

Teilaspekte der Wirklichkeit

Im Falle von Raul und mir besteht durchaus Verwechslungsgefahr. Es ist hier ungefähr so, wie wenn man zwei nicht miteinander verwandten Blondinen begegnet.

 

Beide sind Blond, haben lange Haare, eine tolle Figur, zeigen Dekolleté und sind 1,70 m groß.

Trotzdem wird niemanden (weder Frau noch Mann) entgehen, dass eine von beiden eine große, spitze Nase hat und ihre Tattoos neckisch aus dem Hosenbund und dem Ausschnitt blitzen. Während die andere mit einer Körpchengröße D (Jungs, das ist mächtig viel WOW) und einem viel kleineren Gesäß aufwartet.

Das alles sind auch nicht mehr als kleine Teilaspekte (Blond. Tattoos. Große Brüste. Großer Arsch. Große Nase.) der Wirklichkeit, trotzdem nehmen die meisten Menschen diese Unterschiede wahr.

 

 

Teilaspekte am Arsch

Mein “Arsch” ist im Vergleich zu Rauls viel kleiner. Grund dafür ist die unterschiedliche Bauart unserer Rollstühle (Ja es gibt verschiedene Elektrorollstühle!).

Da ich wesentlich dicker als Raul bin wirke ich auch etwas größer. Unterstützt wird dieser Eindruck noch durch die niedrigere Sitzposition von Raul (Hier spielt wieder die Bauart der Rollstühle eine rolle).

 

 

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Meine Selbstvermarktungsstrategie ist streckenweise noch etwas plumper als seine (jedoch legt sie an Eleganz zu!). Man mag es nicht glauben, aber selbst mit diesem T-Shirt wurde ich für Raul gehalten!

 

 

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Wenigstens wurden wir nebeneinanderstehend nicht verwechselt!

 

 

 

Immerhin ein Held

Anfangs war es lustig. Ich hätte es auch wesentlich schlimmer treffen können. Immerhin wurde ich mit einem Helden verwechselt!

 

Irgendwann wurde es aber etwas nervig. Speziell wenn mir (eigentlich ja Raul) die Personen so viel Enthusiasmus und Freundschaft entgegen brachten. Ich hatte manchmal das Gefühl, diese Leute kannten Raul auch aus dem richtigen Leben (nicht nur aus dem Web). Diese Begegnungen waren für mich die Bedrückendsten.

 

 

Das Individuum

Raul hat ein echt fettes Startup (featured by Google), eine große Spendenaktion und eine Akademie mitinitiiert.

Was muss man als behinderter Mensch noch leisten um vom “normalen” Teil der Bevölkerung als Individuum anerkannt zu werden?

 

 

Danke Raul

Lieber Raul, es war toll dich auf der re:publica wiedermal zu treffen! Danke für die 1.-Mai-Eskorte und den unblutigen Fight! ;-)

 

Mich würde interessieren wie du über diesen Bruch zwischen realer und virtueller Perzeption denkst. Ist es für dich überhaupt ein Problem, dass die Menschen deine physische Erscheinung gar nicht richtig wahrnehmen?

Vielleicht findest du ja Zeit und Lust selbst einen Post dazu zu verfassen. Bin mir sicher, dass würde viele Menschen interessieren!

 

 *Egal was Wikipedia und co auch immer sagen, ich bin NICHT Krank!

 


Muttertag


Erstellt am 14. Mai 2012 von mabacher in der Kategorie Leben,
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Rosa Fläche

Ich widme diesen Blogpost meiner Mutter, völlig im Bewusstsein, dass sie diesen Beitrag niemals lesen wird.

 

Dank Wikipedia weiß ich nun, dass der Muttertag seinen Ursprung in der Frauenbewegung hat. Ann Maria Reeves wollte 1865 eine Art Mütter-Networking-Day ins Leben rufen. Einen Tag an dem Mütter sich treffen um sich über aktuelle Themen (unter anderem Krieg) auszutauschen.

Erst nach ihrem Tod machte es sich ihre Tochter Anna Marie Jarvis zur Aufgabe den Muttertag, wie wir ihn heute kennen, im ganzen Land und der Politik zu verankern. Als 1924 in Österreich das erste mal Muttertag gefeiert wurde, wendete sich Anna Marie Jarvis bereits wieder gegen die von ihr gegründete Bewegung. Grund dafür nannte sie die starke Kommerzialisierung.

 

Heute ist ein froher Tag,
heute ist ja Muttertag.
Blumen blühen, Vögel singen,
Kinder jubeln, tanzen, springen.
Alle wollen groß und klein
heut’ bei ihrer Mutter sein.
(Verfasser ist mir nicht bekannt)

 

Als Kind stand man früh auf (was eh normal war) und machte sich mit Papas Unterstützung an die Zubereitung des Frühstücks. Hatte man Geschwister, durfte Papa auch im Bett bleiben. Mit dem Frühstück in der Hand, den Muttertagskarten unterm Arm und dem Gedicht im Kopf, ging’s ab ins Schlafzimmer der Eltern. Dort legte man los und gab den lyrischen Ergüssen anderer freien Lauf. So vorbereitet blieben bei keiner Mama die Augen trocken! Aber diese Zeiten sind vorbei.

 

Ist man erst mal über 30 und lebt sein eigenes Leben, fern des Elternhauses, würde niemand auf die Idee kommen seiner Mutter ein Muttertagsgedicht vorzutragen. Oder in aller Frühe zu ihr zu fahren um ihr Frühstück ans Bett zu bringen.

Natürlich würde es ihr auch heute noch gefallen, ganz bestimmt sogar! Nein, es ist schlicht nicht mehr möglich!

Man braucht den Sonntagmorgen zum Erholen und aufladen für die bevorstehende stressige Arbeitswoche. Ausserdem, mal im Ernst: Wer kann sich noch mehr als 3 Zeilen auswendig merken?
Als Kind ist es noch charmant, wenn man dreimal neu beginnt und am Schluss doch vom Zettel abstottert. Als Erwachsener würde es aufs gleiche hinaus laufen, nur würde hier keine Spur von Charme mitschwingen!

 

Was bleibt also? Läuft es wirklich auf Kommerz hinaus? Kauft man Mamas liebe ab 30? Ein Wellness-Wochenende in der Steiermark. Einen Friseurgutschein. Ein Zalando-Gutschein* (inkl. Unterstützung beim Onlinebestellen).

 

Ist es wirklich so, oder habt ihr eurer Mutter auf andere Weise eure Liebe gezeigt? Was macht man, wenn man nicht mehr daheim wohnt und nicht dem Kommerz verfallen will oder kann?

*Kein Affiliate-Link

 





Filetransfer von Lifetab zu Mac


Erstellt am 7. Mai 2012 von mabacher in der Kategorie Gadgets, Mac, Medion, re:publica,
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Es war eine volle Woche. Die re:publica 2012 stand auf dem Programm. Gemeinsam mit Johannes hab ich mich auf den Weg nach Berlin gemacht um das erste mal an der re:publica teilzunehmen.

Wie alles im Leben, beim ersten mal ist es stressig, aufregend und man ist völlig übermannt! Trotzdem findet man Zeit mit seinen Gadgets zu spielen und das eine oder andere aufzuzeichnen bzw. festzuhalten. (Aufgrund der “legendären Hochleistungsinternetverbindung” war an eine Live-Berichterstattung nicht zu denken! Nicht mal via Twitter.)

 

Ich habe also mal versucht mein Lifetab von Medion als Videokamera zu verwenden. (Über die Bild- und Tonqualität können wir später noch auf mabacherTV diskutieren!) Mein Plan war, das Video sofort am Tab zu schneiden (so gut das eben geht und nötig ist) und es im Hotel am Abend hoch zu laden.  Es stellte sich jedoch heraus, dass sich der Mitschnitt nicht mit dem onboard Schnittprogramm von Medion bearbeiten läßt. Also gibt es das Video erst jetzt. Aber zuerst müssen die Daten vom Tablet auf meinen Mac. Aber WIE?!?!

 

Die Antwort lautet: Android File Transfer

 

Screenshot Android File-Transfer und Finderfenster

 

 

Das Programm ist super easy zu installieren und funktioniert hervorragend!

Von Mac OS ist man es gewöhnt, mit der Spacetaste eine Vorschau im Finderfenster zu erhalten, dies funktioniert im Android File Transfer-Fenster nicht. Um zusehen welches Video oder Foto man kopiert muss man es zuvor auf dem Mac ziehen und kann dort entscheiden ob man es behält oder nicht.

Weiters ist anzumerken, dass alle Dateien am Lifetab erhalten bleiben. Will man sie nach dem Transfer vom Tab löschen, muss dies extra (via Kontextmenü) gemacht werden.

Die Daten sind nun am Mac, jetzt werden sie noch kurz durchs Schnittprogramm geschickt und dann raus in die Welt entlassen… Also bald gibts was zu sehen!

 

 


Vorschläge zur Formatierung von Artikeln


Erstellt am 19. April 2012 von mabacher in der Kategorie Design, Gastbeitrag,
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Dieser Gastbeitrag entstand im Rahmen des Relaunches meines Blogs. Gemeinsam mit meinem Grafiker Bernhard Schorner, habe ich mir viele Gedanken zum Layout meines ersten WordPress-Blogs gemacht. Dieser Artikel diente zwei Zwecken. Erstens fungiert er als Test-Artikel (Überprüfung der Funktionalität) und zweitens stellt er ein Formatierungs-Konzept dar. Ich danke Bernhard für seine tolle Arbeit und seine kreativen Ideen!

 

Wie seht ihr seine Vorschläge? Wie formatiert ihr euren Blog?

 

Im WP-Editor stehen einige Optionen zur Formatierung eines Artikels zur Verfügung. Hier ein paar Vorschläge, wobei die Umsetzung natürlich dir überlassen ist. Generell schlage ich den linksbündigen Flattersatz vor.

Die definierte Schriftgröße von 14Pt. würde ich durchgehend beibehalten. Auf zusätzliche Textfarben würde ich verzichten. Diverse Text-Formatierungen (kursiv, eingerückt, fett, unterstrichen, etc.) würde ich sparsam, gezielt und einheitlich einsetzen. Auf neue grafische Elemente bei Zitaten habe ich verzichtet und nochmals eine Linie verwendet.

Oscar Wilde: »Ich gebe Ratschläge immer weiter, es ist das einzige, was man damit anfangen kann.«

Zwischen dem Text und einem Bild/Video würde ich generell eine Leerzeile einfügen (über und unter dem Bild/Video). Die Lösung des Leerzeilen-Problems: <br class=“clear” /> beliebig oft verwendbar …

 

Steht das verwendete Bildmaterial nicht groß genug zur Verfügung, würde ich das Bild linksbündig in den Artikel einbinden. Ist das Bildmaterial groß genug, empfehle ich das Bild über die gesamte Spaltenbreite (724 Pixel) einzubinden. Ideal wäre, ein einheitliches Seitenverhältnis der Bilder einzuführen. Es bietet sich ein Verhältnis von 16:9 an, was eine Idealgröße von 724×407 Pixel bedeutet.

 

Bildunterschrift mit der Formatierung »Überschrift 6«

 

Dies ist ein Typoblindtext. An ihm kann man sehen, ob alle Buchstaben da sind und wie sie aussehen. Manchmal benutzt man Worte wie Hamburgefonts, Rafgenduks oder Handgloves, um Schriften zu testen. Manchmal Sätze, die alle Buchstaben des Alphabets enthalten – man nennt diese Sätze »Pangrams«. Sehr bekannt ist dieser: The quick brown fox jumps over the lazy old dog. Oft werden in Typoblindtexte auch fremdsprachige Satzteile eingebaut (AVAIL® and Wefox™ are testing aussi la Kerning), um die Wirkung in anderen Sprachen zu testen. In Lateinisch sieht zum Beispiel fast jede Schrift gut aus. Quod erat demonstrandum.

 


Google Alerts zeigt mir die neuesten Wheelchair-Stunt-Videos


Erstellt am 12. April 2012 von mabacher in der Kategorie Lifestyle, Rollstuhl, Videos,
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Hallo ihr Lieben,

ich habe einige Alerts gesetzt und möchte sie nun mit euch teilen.

Viel Spaß damit!

 

Aus Spaß wird Ernst. Ernst sitzt seit fünf Jahren im Rolli! ;-)

 

 

 

Manch einer traut sich dafür gar nix!

 

 

 

Aber auf die Jugend ist Verlass!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Andere gehen das Ganze mit dem richtigen Coolness-Faktor an!

 

 

 

 

Zum Schluss noch zwei richtige Perlen!

 

 

 

Mein persönlicher Favorit, ein junger Mann ganz nach meinem Geschmack der einen heißen Reifen fährt, lässt sich leider nicht einbetten.  Jugend, wo bist du geblieben…